Energie statt Zeit managen: Was uns Spitzensportler über den Büroalltag lehren können

In einer Studie mit Top-Athlet:innen zeigte sich, dass die mit der besten Leistung nicht diejenigen waren die am längsten trainierten. Es waren die, die am bewusstesten zwischen Belastung und Erholung wechselten. Nicht Zeit war für sie die entscheidende Ressource, sondern Energie.

Diese Beobachtung stammt von Jim Loehr, der jahrzehntelang mit Spitzensportler:innen gearbeitet hat. Zusammen mit Tony Schwartz hat er daraus das Buch "The Power of Full Engagement" gemacht – und dessen zentrale These lässt sich eins zu eins auf den Büroalltag übertragen.

Vier Arten von Energie

Loehr und Schwartz unterscheiden vier Energiequellen: körperliche, emotionale, mentale und spirituelle/sinnstiftende Energie. Fehlt eine davon, sinkt die Leistungsfähigkeit insgesamt – egal wie viel Zeit noch auf der Uhr ist.
Für den Büroalltag heißt das, dass man noch so viele Stunden am Schreibtisch sitzen kann, aber wenn die körperliche und mentale Energie leer sind, kommt dabei wenig rum.

Sprints statt Marathon

Ein zweiter zentraler Gedanke des Buchs ist, dass Spitzensportler:innen nicht in einer endlosen, gleichbleibenden Anstrengung trainieren, sondern in Wellen – Belastung, dann bewusste Erholung, dann wieder Belastung. Genau dieses Prinzip fehlt im klassischen Büroalltag, der eher wie ein Marathon ohne Pausen gedacht ist. Loehr und Schwartz verweisen dabei auch auf sogenannte "ultradiane Rhythmen" – der menschliche Körper arbeitet natürlicherweise in Zyklen von etwa 90 bis 120 Minuten, danach lässt die Konzentration spürbar nach, ob man das nun bewusst wahrnimmt oder nicht.

Rituale statt Willenskraft

Erholung funktioniert nicht durch guten Vorsatz, sondern durch feste Rituale. Wer sich jeden Tag neu vornimmt, "heute mal eine Pause zu machen", wird es an stressigen Tagen als Erstes vergessen. Wer eine Pause fest im Tagesablauf verankert hat, muss sich nicht mehr dafür entscheiden.

Genau das ist der Gedanke hinter der Bewegungspause: kein guter Vorsatz, sondern ein festes Ritual im Arbeitsalltag, fest im Kalender wie ein Meeting. Der "Reset" während der Arbeitszeit ist nichts anderes als die bewusste Erholungsphase, die Spitzensportler:innen in ihr Training einbauen – nur eben für den Büroalltag übersetzt.

Neugierig, wie so ein Ritual im eigenen Team aussehen könnte? In einem kurzen und kostenlosen Gespräch schauen wir gemeinsam, ob's passt.

Quelle: Jim Loehr & Tony Schwartz, The Power of Full Engagement

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Warum 15 Minuten Bewegung im Büro mehr bringen als eine Stunde im Fitnessstudio nach Feierabend

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